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Zwischenruf des Jugendnetzwerk
Lambda Mitteldeutschland e.V. zum Ausgang der Landtagswahl, den Sondierungsgesprächen
und kommenden Koalitionsverhandlung in Sachsen-Anhalt

 

Am vergangenen Sonntag (07.06.2021) wurde in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt.

 

Als queerer Jugendverband, dem Jugendnetzwerk Lambda Mitteldeutschland e.V. äußern wir uns mit diesem Zwischenruf zum Ausgang der Wahl sowie zu den laufenden Sondierungsgesprächen und kommenden Koalitionsverhandlungen:

 

Als queeres Jugendnetzwerk Lambda Mitteldeutschlande.V.sehen wir klar, dass diedemokratischenParteien (queere)Jugendpolitikjetzt eine hohe Priorität zuschreiben und zurChef*innensachein Sachsen-Anhalt machen müssen.

Es muss zum Ziel gemacht werden, dass die Corona-Folgen junger queerer Menschen, die als gravierend anzusehen sind, aufgefangen und abgefedert werden müssen.

Im Allgemeinen kam das Leben junger Menschen, im sozialen und kulturellen Kontext während der Pandemie weitgehend zum Stillstand. Die einzige Rolle, die jungen Menschen zugeschrieben wurde, war als Schüler*innen. Diese eindimensionale Rollenzuschreibung, darf im Kontext der Bewältigung der Folgen nicht wiederholt werden. Denn es ist klar:

Es muss ein Ende der Marginalisierung von queeren Menschen geben und deren Bedürfnisse müssen in den Vordergrund rücken.

Wenn mensch im Blick hat, dass queere Jugendliche und junge Erwachsene, um eine vielfache höhere Belastung erleben mussten und teilweise noch müssen, diese in prekären Sozialumfeldern und queerfeindlichen Strukturen über Monate verharren mussten und müssen, ist es nicht schwer, einen Eindruck zu bekommen, welchen psychischen und teilweisen physischen Belastung sie ausgesetzt sein mussten und müssen.

Auch ohne Pandemie haben queere Menschen eine erhöhte psychische Belastung, die auch durch eine im Vergleich zu heterosexuellen cisgeschlechtlichen Menschen sechsfach erhöhte Suizidrate gekennzeichnet ist. Die Pandemie, wird diese Belastungen um ein Vielfaches erhöht haben, was zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar ist. Dies wird sich aber mit Sicherheit in den kommenden Jahren verstärkt zeigen. Während der Pandemie, gab es dazu Befragungen durch die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, aus denen schon hohe Wahrscheinlichkeiten ablesbar sind.

Aus unserer Sicht als Jugendnetzwerk Lambda Mittdeutschland e.V.bedarf es einerAusweitung der bestehenden Beteiligungsprozessejunger queerer Menschen und/oder deren Interessenvertretungen undeines klaren politischen und finanziellenBekenntnisses zur queeren Jugendarbeit.DerKinder- und Jugendbericht, das Jugendpolitische Programm sowie Ergebnisse aus Maßnahmen des Aktionsplanes LSBTTI in Sachsen-Anhalt und Ergebnisse der Befragungen der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, bilden hierfür eine gute Grundlage.  

Als queerer Jugendverband setzen wir klar unsere thematischen Grundlagen und Werte für eine vielfältige und bunte Gesellschaft ein, in der junge queere Menschen gut, gerne und als Teil der Gesellschaftleben.

Durch uns und bei uns erfahren junge queere Menschen die Möglichkeit,sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen, sich als Teil der Gesellschaft zu sehen und durch ihre Mitarbeit im Verband,aber auch darüber hinaus etwas zu verändern. In einem queeren Jugendverband und im Kontakt mit anderenVerbänden erleben sie eine Vielfalt an Lebensentwürfen und Lebensweisen.

Die Kinder- und Jugendarbeit ist daher elementar für die Persönlichkeitsentwicklung und Wertebildung von Heranwachsenden und trägt dazu bei, zivilgesellschaftliches Engagement langfristig zu fördern.

Als Verband werden wir mit den alten und neuen Verntwortlichen in Politik und Verwaltung auch in der nächsten Legislaturperiode weiterhin aktiv und partnerschaftlich auf den unterschiedlichen Ebenen für diese,unsere Werte streiten und die Bedarfe von queeren jungen Menschen in Sachsen-Anhalt darlegen.

Für dies braucht es jetzt eine stabile und demokratische Regierung, die gemeinsam aktiv die bestehenden Herausforderungen angeht. Wir appellieren deshalb an die demokratischen Parteien, die Sondierungsgespräche und die darauffolgenden Koalitionsverhandlungen im Hinblick auf diese Handlungsbedarfe schnellstmöglich und unter Berücksichtigung der Belange junger queerer Menschen zu einem tragbaren Abschluss zu bringen.

Dieser queer jugendpolitischer Zwischenruf wurde auch an die demokratischen Parteien in Sachsen-Anhalt verschickt!

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